Sieben Tage sind’s jetzt noch. Oh mein Gott, langsam bekomm ich dann doch ein wenig Angst. Nein, Angst ist es nicht, aber Muffensausen. Heute in einer Woche geht’s schon los. Auf in die große Welt und dabei hab ich erst letzte Woche meinen Storch kennengelernt.
Countdown: 7 days to go
Navi, Versicherungen & das Maskottchen
So ein paar Tage vor der großen Reise ist echt noch einiges zu tun. Sei es eine sogenannte Home Base mit allen wichtigen Infos (Vollmachten, Bankdaten, Patientenverfügung etc.) anzulegen, oder sich einfach nochmal Gedanken über Kleinigkeiten zu machen, die man auf jeden Fall braucht. Das wären beispielsweise:
- Navi! Ganz, ganz wichtig. Die Leihgebühr für so Dinger ist ziemlich hoch. Dann doch lieber gleich eins kaufen. Katja und ich haben uns für ein weltweit verwendbares TomTom entschieden. Uschi war auch ein (geliehenes) TomTom und die konnte ja auch was… 😉
- USB-Lade-Teil fürs Auto. Wie auch immer die Dinger genau heißen, wichtig ist sowas auf jeden Fall!
- Reiseführer fürs Tablet. Schließlich schlepp ich keine Schinken mit. Hab ja nur 11kg.
- Abfüllen jeglicher Kosmetika. Ob jetzt After Sun oder Gesichtscreme – entweder die Gefäße sind super groß oder eben schwer. Ich hab jetzt gefühlt 10 Plastik-Döschen, die ich selbst beschriftet habe 🙂
- Reise-Apotheke. Mein Hausarzt meinte, vier Medikamente würden reichen. Ich hab jetzt ein Breitband-Antibiotikum dabei, das ich erst kurz vom Sterben nehmen soll 😉 Ebenso was für Übelkeit, Durchfall und natürlich Paracetamol. Ich vertrau ihm jetzt einfach mal & pack nicht mehr ein. Bin auch sonst das ganze Jahr über nicht krank. Wird schon 😉 Und falls wirklich was sein sollte, Katja ist mit Globuli ausgestattet.
- Atrappen-Geldbeutel – die Idee kommt von Katja und ich find sie eigentlich ziemlich gut. Einfach ne alte Bank-Karte und ein paar Euronen rein und schön auffällig platzieren. Damit der Dieb denkt, er war erfolgreich… 😉
- Fleecejacke! So eine brauch ich noch ganz dringend, hab ich mir auch gleich noch auf zalando bestellt. Ich Schaf hab’s aber an meine Adresse in Salzburg schicken lassen… #nocomment
Was die Versicherungen anbelangt, steht mittlerweile auch alles. Die Auslandskrankenversicherung hab ich beim ADAC abgeschlossen, ebenso wie eine Unfallversicherung. Dazu bin ich auch gleich noch Mitglied geworden, kann bei meinen Kilometern/Jahr nicht schaden! 😉 Sobald man eine Auslandskrankenversicherung nachweisen kann, ist es nicht weiterhin nötig, in Deutschland krankenversichert zu sein. Das war neu für mich. Auf diese Weise spart man sich eine Menge Geld. Als Student zahlt man knapp 80 Euro, als Nicht-Student mind. 170 Euro/Monat.
Katja und ich haben uns lange bzgl. Konto schlau gemacht – bzw. eigentlich hauptsächlich Katja, da ich in den letzten Monaten mit meinem Masterabschluss zur Genüge beschäftigt war – als die beste Lösung erschien uns ein Gemeinschaftskonto bei der DKB. Das Abheben ist hier wohl weltweit kostenlos.
Die genaue Packliste erweitere ich die Tage. Die könnt ihr dann auch hier nachlesen.

Rot, rot, rot sind unsere Erdbeeren
Unser Maskottchen – eine Erdbeere. Rot musste es sein und klein. Und man sollte wenigstens im Entferntesten einen Bezug zur Weltreise herstellen können. Da kam uns die Erdbeere von dawanda genau recht. Sie ist rot (und passt zu meinem Blog – hihi), klein, man kann sie schön an den Rucksack hängen und das wichtigste: das Wort Erde kommt darin vor. Na gut, ihr denkt euch jetzt auch – hä? Joa, wir uns auch 🙂 Egal, die Erdbeere wird uns begleiten, auch wenn’s jetzt nicht übermäßig viel Sinn macht!
So kreativ wie ein junger Herr auf Instagram, der auf seiner Weltreise überall seinen Senf dazu gibt und auf jedes Bild eine Packung Senf stellt, waren wir leider nicht. #thatslife. Leider find ich ihn jetzt nicht mehr, sonst hätte ich ihn hier definitiv verlinkt. So viel Kreativität muss gelobt werden.
Neben der Erdbeere nehm ich aber noch zwei Sachen mit, zwei Glücksbringer: Einmal trag ich um den Fuß ein uraltes (ja wirklich) Ringerl, das mein ehemaliger Nachbar in Salzburg vor Jahrzehnten in der Sahara gefunden hat. Und ein kleines Engerl von der 8-jährigen Tochter meines Cousins, das ich um die Hand gebunden hab. Danke!
Wie jetzt, Familienzuwachs?
Was hat es jetzt eigentlich mit diesem Storch auf sich? Gut, das auf dem Titelbild ist jetzt nicht wirklich ein Storch, könnte man aber meinen. Und ich hatte auch gehofft, dass ich im Garten dieses Hauses einen Storch antreffen werde, das wäre schließlich passend. Jetzt aber mal von vorne. Das mit dem Familienzuwachs muss auch erklärt werden.
Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne Nägel mit Köpfen mache. So auch vor zwei Wochen. Ich bin zwar im Herzen zur Hälfte eine waschechte Bayerin (und zur anderen Hälfte Wunschspanierin), geboren bin ich aber bei den Schwaben. Gelebt hab ich da jedoch nur ein Jahr und kann mich folglich an nichts erinnern. Diese Erinnerungslücken wollte ich auffrischen, weshalb ich meiner lieben Mutti den Auftrag erteilt habe, mit den Menschen aus der alten Heimat in Kontakt zu treten. Gesagt, getan. Wir machten uns auf den Weg ins schöne Schwabenländle und ich durfte mein „Geburtshaus“ sehen, in dessen Garten zufälligerweise dieser „Storch“ stand! 😉 Unter anderem durfte ich auch meinen neuen „großen Bruder“ kennenlernen. Uns wurde gesagt, dass wir als Kinder unzertrennlich waren und immer zusammen gespielt haben. Auch wenn wir nicht gemeinsam aufgewachsen sind, fühlt es sich für mich an, als hätte ich einen großen Bruder bekommen – und das ist toll!

#whereiskathi goes español
Aufgrund der großen Nachfrage wird’s diesen Blog demnächst auch auf Spanisch geben. Neben den ganzen Vorbereitungen für die Reise beschäftige ich mich also auch noch mit den Übersetzungen. Hab ja sonst nichts zu tun! 😉
Baba Salzburg, die zweite
Weil ich mich so schwer von Salzburg trennen kann, hab ich meiner alten Wahlheimat nochmals einen Besuch abgestattet und mich ein weiteres Mal gebührend verabschiedet: um 5 Uhr morgens ging’s auf den Gaisberg, um den Sonnenaufgang zu sehen. Vom Parkplatz aus musste allerdings erstmal das Gipfelkreuz erklommen werden, um überhaupt in Richtung Osten gucken zu können. Kein Problem – ich hab ja jetzt meine super Wanderstöcke von Agi, die mir super Hilfestellung geben. Ich hab’s nach oben geschafft, auch wenn ich ein paar Minuten gebraucht habe… Egal. Wichtig ist, dass ich oben angekommen bin, egal wie! 😉

First stop: Johannesburg
Und für alle, die’s noch nicht wissen: wir starten am Dienstag in Johannesburg und verbringen dann ca. sieben Wochen in Afrika: Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botswana. Einen Mietwagen haben wir schon reserviert & unsere Uschi bringen wir selbst mit. Ende Oktober geht’s dann nach Australien, wo wir ca. 6 Wochen verbringen werden, bevor’s nach Neuseeland geht. Hier ist geplant, einen Camper zu mieten. Allerdings wird das ziemlich teuer…
Ende Januar fliegen wir dann nach Buenos Aires, Argentinien, wo wir uns ein Auto kaufen und bis nach Kalifornien fahren wollen. Das kann dann durchaus acht Monate dauern…
Macht’s gut! Ich meld mich wahrscheinlich erst wieder aus Afrika!
Eure Kathi
PS: Wenn ich Alkohol trinke, sagen alle ich wäre Alkoholiker. Wenn ich Fanta trinke, sagt keiner, dass ich fantastisch bin. Warum eigentlich? 😉